Kloster Sonnenkamp

Im Jahr 1219 fand die Umsiedelung des Klosters von Parchow bei Westenbrügge an den alten wendischen Ort Cuszin statt, der von nun an den Namen des Kloster Campus Solis, Sonnenkamp trug, bis dieser nach 1250 von der Bezeichnung Novum Claustrum, Neukloster verdrängt wurde.

Das Kloster wurde ursprünglich nach der Regel des hl. Benedikt gegründet.

Die Nonnen haben  nach dem Konzil von Lyon  die Gewohnheiten von Citeaux offiziell angenommen, so dass Sonnenkamp seit 1245 als Zisterzienserinnenkloster gelten kann.

Durch eine Urkunde des Bischofs Brunward von Schwerin, wird der Zweck der Klostergründung angegeben. Der Bischof wünschte nämlich, dass dadurch "dieses Land des Schreckens und der wüsten Einöde … und das rohe und unwissende Volk durch den Eintritt der Gläubigen im Glauben gefestigt werde."

Die dem Kloster zugewendeten Schenkungen waren außerordentlich umfangreich, man muss also dieser Niederlassung eine große Bedeutung beigemessen haben.

Im Kloster wurde im Jahre 1555 die Reformation endgültig eingeführt, nachdem der Herzog 1552 den lutherischen Pastor Joachim Reimers nach Neukloster berufen hatte. Im Jahr 1592 war das Kloster von den Nonnen verlassen und nach und nach verfielen die Klostergebäude.

Von den ehemaligen Klostergebäuden sind die Spätromanische Backsteinkirche mit ihren reich verzierten Backsteingiebeln, der Glockenturm und die Propstei erhalten. 

Die in die Chorfenster der Klosterkirche eingefügten kostbaren figürlichen romanischen Glasmalereien gelten als die ältesten und bedeutendsten erhaltenen Kunstwerke dieser Art in Mecklenburg.

Die Propstei wird heute als Kindertagesstätte der Stadt Neukloster genutzt.

Im Jahr 2002 enthielt der Glockenturm drei Glocken und ein mechanisches Uhrwerk. 

(vgl. Albrecht Volkmann : Kloster Sonnenkamp zu Neukloster in Mecklenburg  in: Mecklenburgische Jahrbücher, Band 102 (1938), S. 31-200)